| Rettung der Kupferhalsziege |
| Ende 2006 stiess ProSpecieRara auf eine Ziege, die für Aufsehen sorgte. Sie ist wie eine Walliser Schwarzhalsziege gezeichnet, ihre vordere Körperhälfte ist jedoch nicht tiefschwarz sondern kupferrot. Die Stiftung vermutet darin einen uralten Schlag der Walliser Rasse und versucht jetzt, diesen mit einem Rettungsprojekt zu erhalten. |
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Recherchen von ProSpecieRara haben ergeben, dass schon seit langer Zeit in seltenen Fällen vereinzelte Tiere aus Walliser-Schwarzhals-Ziegen-Beständen hervorgehen, die anstelle der schwarzen Vorderhälfte eine helle Kupferfarbe aufweisen. Da diese Tiere nicht dem offiziellen Rassestandard entsprechen, wird ihnen die Aufnahme ins nationale Zuchtbuch des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes verwehrt. Die Tiere landen meist als Gitzi auf der Schlachtbank.
ProSpecieRara konnte wenige Züchter ausfindig machen, die Gefallen an den hell gezeichneten Ziegen fanden und diese trotz Ausschluss aus dem Herdebuch aufziehen und pflegen. Durch ein gezieltes Zuchtprogramm und die Suche nach weiteren kupferfarbigen Tieren macht sich ProSpecieRara jetzt daran, dieser attraktiven Ziege eine Zukunft zu geben. Mit einem bekannten Tierbestand von 60 Tieren (Stand August 2009) ist der sprichwörtlich letzte Moment gekommen, um die Kupferhalsziege noch zu retten. Ob dies gelingt, wird auch davon abhängen, wie viele weitere Tiere noch gefunden werden können und wie eng verwandt die bereits erfassten Tiere sind.
Alte Gene kommen wieder zur Ausprägung Wenn man nach der Herkunft der Walliser Schwarzhalsziegen sucht, stösst man unter anderem auf die italienische Kupferziege. Alte Gene können - ohne zur Ausprägung zu kommen - über viele Generationen schlummernd weitergegeben werden. Dass heute noch kupferfarbige Ziegen auftauchen, ist eine kleine Sensation. ProSpecieRara gab dem hellen Schlag den Namen "Kupferhalsziege". Die Stiftung setzt sich für die Rettung dieser seltenen Ziege ein, denn mit der konsequenten Ausselektion der Kupferhalsziegen, wie sie über viele Jahrzehnte praktiziert wurde, wäre deren unwiderrufliches Verschwinden vorprogrammiert.
Auf der Suche nach dem Farbgen für die Kupferfarbe ProSpecieRara ist überzeugt, durch die Rettung der Kupferhalsziegen wertvolle genetische Eigenschaften zu erhalten. Es zeigte sich bereits, dass die attraktive Kupferfärbung der Tiere durch ein nicht bekanntes Gen definiert ist. Das Institut für Genetik des Tierspitals Bern ist deshalb daran, dieses Gen zu identifizieren.
Die Stiftung geht davon aus, dass nebst der speziellen Fellfarbe viele weitere alte und einzigartige Eigenschaften in den Kupferhalsziegen stecken, die einst für die Ziegenzucht interessant sein könnten und deren Erhaltung wichtig ist. Mehr Informationen über die Suche nach dem Farbgen finden Sie hier.
Helfen Sie mit!
- Melden Sie uns, wenn Sie Kupferhalsziegen sehen oder Kenntnisse über Adressen von Ziegenhaltern haben, die kupferfarbige Tiere besitzen. Jeder Hinweis ist wertvoll! Wenden Sie sich an: ProSpecieRara, Pfrundweg 14, 5000 Aarau, Tel: 062 832 08 28, Email: info@prospecierara.ch
- Unterstützen Sie die Rettung der Kupferhalsziegen mit einer Spende. ProSpecieRara hat dafür ein Konto eingerichtet: PC 90-1480-3 Vermerk: "Kupferhalsziege". Herzlichen Dank!
In der Sendung Schweiz Aktuell im Schweizer Fernsehen vom 22. Dezember 2008 wurde über das Projekt und den Zwischenstand der Untersuchungen berichtet. Den Beitrag finden Sie hier
Bericht zum ersten Kupferhalsziegen-Züchtertreffen vom 2.3.2008
Das Erhaltungsprojekt für die Kupferhalsziegen wird unterstützt durch:
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