#

E-Mail oder
Benutzername

Passwort

Anmelden
Neu registrieren
ProSpecieRara SchweizDEFRIT ProSpecieRara Deutschland
Mischung Krautstiel mit drei ProSpecieRara-Sorten
Sie haben bei Ihrem Coop-Einkauf wertvolles Saatgut einer exklusiven Mischung von traditionellen Krautstiel-Sorten bekommen. Krautstiel, der auch Stielmangold genannt wird, ist hauptsächlich mit weissen Stielen bekannt. Mit der vorliegenden Mischung halten Sie besondere Raritäten in den Händen.
Anbau
Ab Februar, im Optimalfall ab April wird Krautstiel ausgesät - entweder direkt ins Beet
oder den Topf, oder im Haus zur Setzlingsanzucht. Beachten Sie: Aus jedem Saatkorn spriessen mehrere Keimlinge, deshalb die Samen schön breit verteilen. Zu dich wachsende Pflänzchen können ausgezupft und im Salat vewendet werden. Die einzelnen Pflanzen im Abstand von ca. 30 cm zueinander in gute, humusreiche Erde pflanzen. Rund 8 Wochen nach der Aussaat kann mit der Ernte begonnen werden. Gute Bewässerung dankt er mit der Bildung von vielen neuen, zarten Blättern, Wassermangel bestraft er hingegen mit zähen Blättern. Krautstiel ist ein ideales Balkongemüse und dank der dekorativen Blattrispen nicht nur schmackhaft, sondern auch schön. Freuen Sie sich schon jetzt auf in der Abendsonne leuchtende Blätter.

Verwendung
Krautstiel ist ein sehr praktisches Gemüse, denn man kann nach und nach immer die benötigte Menge ernten. Schneiden Sie jeweils von den äussersten Blätter so viel ab, wie Sie gerade benötigen, lassen Sie aber das Herz in der Mitte stehen. So bildet er bis zu den ersten Frösten stets neue Blätter, die laufend geerntet werden können. Junge Blätter können roh gegessen werden, ältere sollten wegen ihres Gehalts an Oxalsäure nur gekocht verzehrt werden. Krautstiel ist u.a. Bestandteil des traditionellen Bündner Gerichts Capuns. Einige Rezeptideen finden Sie auf unserer Rezepdatenbank.

Geschichte
In der Schweiz scheint der Krautstiel seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich gewesen zu sein. So gebräuchlich, dass ihn die Engländer gar als unser Nationalgemüse sehen - auf englisch heisst Krautstiel nämlich "Swiss Chard". Höchste Zeit also, ihn auch wieder vermehrt in unseren Küchen zu nutzen.

Noch viel mehr Saatgut
Die Stiftung ProSpecieRara sorgt für das Überleben der Kulturpflanzen und Nutztiervielfalt in der Schweiz. Im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft hat ihre Vielfalt stark abgenommen, da die Sorten und Rassen möglichst viel produktiv sein müssen. Sorten und Rassen, die perfekt an unser Klima angepasst sind und Vielfalt auf dem Teller garantieren, blieben dabei oft auf der Strecke. Zur Zeit kümmert sich ProSpecieRara zusammen mit einem grossen Netzwerk aus privaten Tierhaltern und Sortenvermehrer um 1600 Garten-, Acker- und Zierpflanzensorten, 2200 Obst- und Beerensorten und 32 Nutztierrassen.

Ihre Unterstützung für Feurio und Co.
Coop unterstützt unsere Arbeit mit Mitteln aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit. Wichtig sind aber auch die Spenden und Gönnerbeiträge von Privaten. Ab einem Jahresbeitrag von CHF 70.- gelten Sie als Gönner und haben so über unseren Sortenfinder Zugang zu Saat- und Pflanzgut von rund 600 Sorten - grösstenteils kostenlos! Weitere Infos


Porträt Ihrer drei Krautstielsorten
    Krautstiel 'Feurio'
Roter Krautstiel war im 19. Jahrhundert weithin bekannt. Diese sehr schmucke Sorte bildet lange, lebhaft rote Stiele. Das Laub ist grün oder bräunlich. Im Gartenbeet und im Topf ist sie ein echter Hingucker und eignet sich in Mischpflanzungen z.B. mit dunkellaubigen, violetten oder purpurnen, sowie mit silber- und weissblättrigen Pflanzen. Der Geschmack ist etwas herber als bei weisstieligen, grünen Sorten. Beim schonendem Kochen bleibt die rote Farbe erhalten, färbt sich aber auf die helleren Sorten ab.
     
    Krautstiel 'Brilliant'
Diese weisse Variante scheint einem «normalen» Krautstiel am nächsten zu kommen. In der Tat eignet er sich auch heute noch für die landwirtschafltliche Produktion in ungeheizten Gewächshäusern über den Winter. Die besonderen Werte dieser Sorte machen die Eignung für den Winteranbau und vor allem ihre Herkunft aus, die einer vorbildlichen Rettungsgeschichte entspricht: Die Firma Biotta hatte diese Sorte während vieler Jahre als biologisches Gemüse angebaut und dazu Saatgut von einem Schweizer Saatguthändler bezogen. Als die Sorte dann vor zehn Jahren aus dem Angebot fiel, kaufte Biotta alles restliche Saatgut auf und überreichte es der Saatgutfirma Sativa Rheinau. Seither kümmert sich diese um die Erhaltung und ist die einzige Anbieterin der ehemals verbreiteten Sorte.
     
    Krautstiel 'Bright Yellow'
Gelber Krautstiel war im 19. Jahrhundert im Samenhandel da und dort erhältlich. Während des Zweiten Weltkriegs verschwand der Sortentyp aber gänzlich aus dem Handel. Dieser hübsche Krautstiel bildet gelbe, relativ schmale Rippen. Die attraktive Farbe bleibt beim Kochen am besten unter Zugabe von ein wenig Säure (Zitronensaft oder Essig) erhalten. Er darf nicht mit roten Sorten zusammen gekocht werden, sonst färbt sich Gelb zu Rot.