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Hybriden, CMS und ProSpecieRara-Sorten
Der Kassensturzbeitrag vom 5. September 2014 hat viele Fragen rund ums Thema CMS-Hybriden aufgeworfen.
Bei Hybridsorten handelt es sich um Züchtungen, die durch Kreuzung von Inzuchtlinien hergestellt werden. Hybride sind nicht nachbaufähig, das heisst, wenn man Samen dieser Pflanzen im nächsten Jahr wieder aussät, sehen die nicht aus wie die ursprüngliche Sorte, sondern sie „spalten auf“. Hybridsorten müssen also jedes Mal bei der Züchtungsfirma wieder eingekauft werden. Hybridsorten können mit klassischen Methoden gezüchtet werden.

CMS (cytoplasmatisch-männliche Sterilität) ist eine Eigenschaft, die in der Natur bei gewissen Pflanzenarten vorkommt. Sie verhindert, dass die Pflanzen fertile Pollen ausbilden und sich so nicht selbst bestäuben. CMS kommt auch in verschiedenen Nutz- und Wildpflanzen natürlich vor, etwa in Karotten, Rettich und Radieschen oder auch im Edelweiss. In anderen Nutzpflanzen - etwa bei Kohlarten - haben Zuchtfirmen CMS-Systeme künstlich mit labortechnischen Methoden eingeführt, mit der sog. Protoplastenfusion. Dies erleichtert die Saatgutherstellung der Hybridsorten, da diese dann grossflächig angebaut werden können. Gemäss Freisetzungsverordnung des Bundes gilt die Protoplastenfusion nicht als Gentechnik, da der Zellkern der Pflanzenzellen dabei nicht verändert wird. Aus Sicht von ProSpecieRara liegt diese künstliche Methode jedoch nicht weit davon entfernt, da in die Pflanzenzelle artfremde Gene eingeschleust werden.

ProSpecieRara-Sorten sind keine Hybriden und deshalb auch nicht mit gentechniknahen Methoden hergestellt. Unsere samenvermehrten Sorten sind samenfest, das heisst, dass Sie diese Sorten beruhigt in ihrem Garten anbauen und auch selber vermehren können.

Zum Kassensturz-Beitrag

Stellungnahme von Bio-Suisse zur CMS-Thematik

Weitere Details zu den verschiedenen Züchtungsmethoden erfahren Sie hier.