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Abstimmungsempfehlung: Ja zur Hornkuh-Initative
Landwirte, die Kühen und Ziegen ihre Hörner belassen, sollen belohnt werden. ProSpecieRara unterstützt dieses Ansinnen und empfiehlt am 25. November ein Ja zur Hornkuh-Initiative in die Urne zu legen.
Die meisten traditionellen Rinder-, Ziegen- und teilweise auch Schafrassen tragen Hörner. Mit der Enthornung nimmt man den Tieren mehr als nur ihren Kopfschmuck. Hörner sind wichtig für das Sozialverhalten der Tiere, zum Beispiel bei Auseinandersetzungen für die Festlegung der Rangordnung. Ohne die von der Natur vorgesehene Dämpfung kommt es z.B. bei Ziegenböcken immer wieder zu Schädelbrüchen, weil die Tiere auch ohne Hörner miteinander kämpfen und statt flexible Hörner dann eben die Stirnpartien der Schädel die Wucht des Aufpralls aufnehmen müssen. Und auch für das Wohlbefinden der Tiere und deren Körperpflege sind Hörner wichtig.

Kein Enthornungsverbot
Mit der Annahme der Initiative dürfte weiterhin jeder Landwirt selber entscheiden, ob er enthornen will oder nicht. Aber wer nicht enthornt, wird finanziell belohnt. Diese Belohnung soll den Mehraufwand decken, den behornte Tiere mit sich bringen (mehr Stallfläche, intensiveren Umgang mit Menschen). Mit dem Hörnerfranken werden auch die ProSpecieRara-Rassen gefördert, denn die allermeisten Züchterinnen und Züchter von unseren Rassen enthornen nicht.

Einige Fakten
  • Das Horn ist ein stark durchblutetes, ein Leben lang wachsendes Organ. Es ist mit dem Verdauungssystem verbunden, wichtig für die Körperpflege und dient der Kommunikation unter den Tieren.
  • Die Enthornung ist ein schmerzhafter, massiver Eingriff. Bei Nutztieren heute noch erlaubt, ist eine solche Art der Verstümmelung bei Haustieren längst verboten.
  • 40% der Kälber empfinden 3 Monate nach der Enthornung noch immer Schmerzen, wie eine Studie der Universität Bern ergab.
  • Die Studie zeigt weiter, dass behornte Kühe ihre Rangordnung häufiger durch das blosse Drohen mit den Hörnern festlegen, ohne dass es zum Kampf kommt. Enthornte Kühe tragen ihre Konflikte häufiger durch Kopfstösse aus, was zu Blutergüssen und Rippenbrüchen führen kann.
  • Hörner beinhalten zwar ein Verletzungsrisiko. Doch mit richtiger Stallplanung und gutem Tierbezug kann es minimiert werden.
  • Die Enthornung kam erst mit der Industrialisierung der Landwirtschaft auf.

Weitere Infos finden Sie auf www.hornkuh.ch

9. Oktober 2018, © ProSpecieRara