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Rare Kartoffeln
Genügend Kartoffel-Pflanzgut zu bekommen ist alljährlich eine Herausforderung, wie die magere Ernte 2013 und die aktuell wohl zu grosse Nachfrage unserer Gönnerinnen und Gönner zeigen. «Diversifizieren» ist darum das Motto der aktuellen ProSpecieRara-Kartoffelprojekte.

Die steigende Nachfrage nach alten Kartoffelsorten trotz deren oft mageren Erträge ist ein schöner Erfolg. Es braucht mehr Pflanzgut für Gärtnernde und landwirtschaftliche Betriebe, z.B. im Berggebiet. Wegen dem heiklen Anbau und der Virengefahr gibt ProSpecieRara sämtliche Kartoffelvermehrungen bei der St. Gallischen Saatzucht in Auftrag. Treten dabei witterungsbedingte Minderernten wie letztes Jahr auf, müssen leer ausgehende Pflanzgut-Interessenten vertröstet werden. Wir hoffen daher, dass unsere Gönnerinnen und Gönner genügende Ersatzsorten bei der Bestellung angeben.

Zur zukünftig verbesserten Risikodeckung startet dieses Jahr ein Versuch, die Pflanzgutvermehrung für Landwirte zusätzlich im Berggebiet anzusiedeln, quasi dem nachfolgenden Anbau direkt vorgelagert.

 

Nach blau nun rot

Es steigt nicht nur die Menge pro Sorte, auch die gewünschten Qualitäten und Eigenschaften von Kartoffeln werden umfangreicher nachgefragt. Nach den blauen Sorten scheinen nun die roten Aufmerksamkeit zu erlangen. So wurde die intensiv rot gefärbte Sorte ‚Highland Burgundy Red’ in letzter Zeit stark nachgefragt, obwohl ihre kulinarischen Eigenheiten nicht jedermanns Sache sind und sie agronomisch nicht mit Vorzügen reizt. Und aus Deutschland erreicht uns die ‚Rote Emmalie’ eine etwas weniger stark gefärbte, biologisch gezüchtete Sorte. Rotfleischige Kartoffeln sind «en vogue»!

ProSpecieRara hat mit Unterstützung von Coop ein eigenes Züchtungsprojekt für rote Kartoffeln gestartet. Sobald von den ersten Nachkömmlingen genügend Pflanzknollen vorhanden sind, werden wir Partner und Aktive zur Mithilfe bei einer Art «Nachzuchtprüfung» anfragen. Ziel ist, die rotfleischige Farbe in derart intensiver Ausprägung wie bei den ‚Highland Burgundy Red’ in den Grosshandel zu bringen, deren agronomischer Mängel aber weggezüchtet zu haben.

Immerhin haben die ‚Blauen St. Galler’ ebenso auf diesem Wege den blaufleischigen Kartoffeln weiterhin einen Platz im Grossverteilerregal gesichert, nachdem dort ihre Muttersorte ‚Blaue Schweden’ nicht mehr weiter geführt werden konnte.

 

Kartoffeln für die private Erhaltung

Als Privatgärtner selber Kartoffel-Pflanzgut nachzunehmen ist eigentlich einfach, wer keinen Naturkeller hat, kann die Knollen am Licht keimend überwintern. Doch schwierig wird’s bei dieser vegetativen Erhaltung, von Knolle zu Knolle, wenn pflanzliche Viren auftreten. Leider ist dies heute allenthalben der Fall, und privaten Gärtnern bleibt wenig anderes übrig, als nach ein paar Jahren und deutlich reduzierter Pflanzengesundheit erneut Knollen aus professioneller Vermehrung zu erstehen.

Bisher! Denn ProSpecieRara prüft aktuell die Aufnahme einer samenechten Kartoffelsorte. Diese wurde vom Kartoffel-begeisterten Studenten, Stephan Griesser aus zwei alten Sorten gezüchtet. Sie sollte auch bei Nachzucht aus Samen in ihren Eigenschaften stabil sein, so wie es bei samenvermehrten ProSpecieRara-Sorten der Fall ist.

Bis es soweit ist, können Kartoffel-Liebhaber schon jetzt versuchen, aus Samen Kartoffeln anzuziehen. Auf kartoffelsaatgut.ch bietet Stefan Griesser eine schöne Palette an Kartoffelsamen an, jedoch oft noch nicht samenecht – für Überraschungen ist dabei mit Bestimmtheit gesorgt.
Kontaktieren Sie uns

Philipp Holzherr
Bereichsleiter Garten-, Acker- & Zierpflanzen
Telefon +41 61 545 99 23
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ProSpecieRara
Pflanzenbereich
Unter Brüglingen 6
4052 Basel
Telefon +41 61 545 99 11
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