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Beerenprojekte
Für die Beerenvielfalt unternimmt ProSpecieRara einiges. Nationale Beerensammlungen, spezifische Beerenprojekte und ein aktives Erhaltungssystem mit engagierten Beerengärtnern haben die Erhaltung der faszinierenden Sortenvielfalt zum Ziel.
Die nationale Beerensammlung  
Seit 1997 leitet ProSpecieRara in Riehen dank der Unterstützung der Margarethe-und-Rudolf-Gsell-Stiftung die Errichtung einer Nationalen Beerensammlung ein. Das Land wird ProSpecieRara von Frau Dr. Daniela Schlettwein zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, hier die für die Schweiz relevanten Beerensorten langfristig zu erhalten und einem breiten Publikum zu zeigen. Gegenwärtig beherbergt die Sammlung über 400 Herkünfte aller traditioneller Beerenarten (Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren). Die Sammlung ist Besuchern von Mitte Mai bis Mitte Juli jeweils Samstags zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet. 

Projektleitung: Claudio Niggli
Projektbeauftragter: Martin Frei (Fachexperte Beeren und Sammlungsbetreuer)
Projektsponsor: Margarethe-und-Rudolf-Gsell-Stiftung      

Beerenprojekte mit dem Bundesamt für Landwirtschaft  

Mit dem Beereninventar, das ProSpecieRara im Jahr 2003 im Auftrag des BLW erarbeitet hat, konnte eine Wissenslücke über die historische Bedeutung von Beerensorten in der Schweiz geschlossen werden. Zum einen wurden historische Fachbücher und alte Pflanzenkataloge nach Beerensorten durchstöbert. Zum andern wurde bei den bekannten Erhaltungsinstitutionen in ganz Europa nachgefragt, welche Sorten sie noch in ihren Sammlungen erhalten. Rund 700 Beerensorten waren für die Schweiz während der letzten 100 Jahre von Bedeutung. Aber die Erhaltungssituation dieser Sorten ist besorgniserregend: Ein Drittel ist gut, ein Drittel nur schwach bis sehr schwach abgesichert und ein weiteres Drittel der Sorten bleibt unauffindbar! Das Beereninventar ist eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, welche Sorten in das schweizerische Erhaltungsprogramm aufgenommen werden.  

Unsere Einführungssammlung liegt in der Nähe der Nationalen Beerensammlung in Riehen und wird von unserem Beerenexperten Martin Frei betreut. In der Einführungssammlung wachsen Beerensorten, die im Rahmen des Nationalen Obst- und Beereninventars in der Schweiz gefunden wurden. Die oft unbekannten Sorten werden in der Einführungssammlung beschrieben und identifiziert. Die Beerensorte wird dann nach ihrer Bedeutung für die Schweiz eingeschätzt und je nach Ergebnis in das Erhaltungsprogramm der Schweiz aufgenommen. Beeren sind oft Träger von Mikroorganismen und Viren, von denen manche eine erfolgreiche Kultur und Vermehrung verunmöglichen. Wo nötig und sinnvoll, werden die betroffenen Pflanzen von der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Changings-Wädenswil saniert. Für die Realisierung der Einführungssammlung haben die Familie Radovic (Binningen) und Herr Seckinger (Riehen) der Stiftung ProSpecieRara grosszügige Anbauflächen zur Verfügung gestellt. Das Projekt startete 2003 und wurde bis 2018 verlängert.  

Seit 2005 gehören bestimmte Johannis- und Stachelbeer-Sorten der Nationalen Beerensammlung von ProSpecieRara in Riehen (BS) zu einer Primärsammlung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Diese sind Teil des offiziellen Erhaltungsprogrammes des Bundes und dienen der langfristigen Erhaltung der für die Schweiz relevanten Sorten. Parallel dazu werden die Johannis- und Stachelbeersorten in einer Duplikatsammlung in der Biobaumschule Glauser in Noflen (BE) abgesichert.  

Die primäre Absicherung von Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren findet im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes NAP des BLW in vitro, also unter Laborbedingungen geschützt vor Krankheitserregern statt. Diese Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit den Forschungsanstalten Agroscope in Changins (VD) und Conthey (VS) durchgeführt. Duplikate aller Herkünfte in der Primärsammlung werden in Conthey (VS) in Tunnels zusätzlich abgesichert. Damit die Sorten weiterhin der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und für die Bestimmungsarbeit genutzt werden können, werden sie von ProSpecieRara zusätzlich in der Nationalen Beerensammlung im Feld angepflanzt.

Projektleitung: Claudio Niggli
Projektbeauftragter: Martin Frei (Fachexperte Beeren und Sammlungsbetreuer)


ProSpecieRara Beerengärten
Die vertraglich geregelte Pflege seltener Sorten in privaten und öffentlichen Beerengärten hat sich in den letzten Jahren zu einem weiteren wichtigen Standbein für die Erhaltungsarbeit entwickelt. Bisher konnten schweizweit insgesamt rund 260 Beerensorten in über 50 vertraglich gesicherten Beerengärten gepflanzt werden. Manche Herkünfte sind inzwischen nur noch in Beerengärten abgesichert, da Sie als Sortenduplikate im Rahmen der Bundesprogramme nicht mehr weiterfinanziert werden konnten.



Projektleitung: Claudio Niggli
Projektbeauftragter: Martin Frei (Fachexperte Beeren und Sammlungsbetreuer)
Projektsponsor: Hölzle-Stiftung

Die Beerenprojekte werden unterstützt durch:
   
Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung, Basel
Hölzle-Stiftung 

Bundesamt für Landwirtschaft
 


© ProSpecieRara, November 2014
Kontaktieren Sie uns

Claudio Niggli
Projektleiter Beeren
Telefon +41 61 545 99 17
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