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Rennaissance von ProSpecieRara-Sorten bei Coop
Coop unterstützt seit mehreren Jahren die Recherche und den Aufbau von ProSpecieRara-Sorten im Bio-Sortiment. Das bedeutet viel Grundlagenarbeit, denn Wissen muss zum Teil neu erarbeitet und an heutige Produktionsbedingungen angepasst werden. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau begleitet mit ihren Fachkräften die Produzenten bei ihrer Arbeit.
Traditionelle Apfelsorten zurück auf Tisch und Teller
Alte Apfelsorten wie Berner Rosen, Goldparmäne, Sauergrauech und Wilerrot sollen heute unsere Gaumen wieder als Tafelobst oder als sortentypisches Gericht verwöhnen. Seit Beginn des Projektes im Jahr 2003 haben wir nach umfangreichen agronomischen und sensorischen Tests aus unserer Schatztruhe an alten Apfelsorten Dreissig ausgewählt, welche auch heutige Ansprüche an Tafel- oder Spezialitätenfrüchte nicht nur befriedigen sondern auch bereichern.
Dank dieses Projekts, welches von Coop unterstützt wird, können wir den Anbau dieser Sorten wieder ausdehnen. Für den Grossverteiler mit Neupflanzungen auf Biobetrieben oder für den Selbstversorger mit Hochstammobst. Die Produktion von ProSpecieRara-Tafelobst bedeutet für die Landwirte eine attraktive Nische.
Schauen Sie in die Sortenspiegel (siehe PDFs) zum derzeit aktuellen ProSpecieRara-Tafelapfelsortiment für Coop oder auch zum erweiterten Sortiment, welches sich für Direktvermarkter oder Liebhaberinnen gemäss derzeitigem Kenntnisstand eignet. Oder Sie überraschen Ihre Gäste mit einem traditionellen Rezept aus einer alten Apfelsorte.

Projektleitung: ProSpecieRara, Gertrud Burger
Produktion: FiBL, Andreas Häseli und Franco Weibel
Logistik: Tobi Seeobst AG und Christian Vogt Bio-Obstbau, 5236 Remigen AG

Farbenfrohes Gemüse sorgt für Abwechslung
Über 25 verschiedene, alte Gemüsesorten sind über das Jahr hindurch in der Gemüseabteilung von Coop unter dem Gütesiegel von ProSpecieRara erhältlich (Stand 2010). Hinter diesem Sortiment steht die jahrelange Prüfung und Aufbauarbeit von hunderten Sorten auf ihre Eignung für den modernen, biologischen Gemüsebau.

In so genannten Tastversuchen werden von einer interessanten Gemüseart, z.B. Kopfsalat, alle viel versprechenden Sorten aus dem Sortiment von ProSpecieRara nebeneinander angebaut und auf ihre optischen, geschmacklichen Eigenschaften sowie allfälligen Krankheitsanfälligkeiten hin geprüft. Nur die zwei bis drei besten Sorten, wie der "Maikönig" oder der "Brune Percheronne", schaffen es im Folgejahr in einen grösseren Versuchsanbau für die ersten Testverkäufe bei Coop. Nun müssen die Sorten dem Stand halten, was sie versprechen, allem voran natürlich bei der Kundschaft auf Akzeptanz stossen. Werden die Testproduktion und der -Verkauf sowohl von den Landwirten als auch vom Logistikbetrieb und Coop für erfolgreich beurteilt, wird die Sorte als neues ProSpecieRara-Produkt in das so genannte Hauptsortiment aufgenommen. So hoffen "Maikönig" und "Brune Percheronne" auf ein gute Versuchsjahre und freudige Kunden.

Die Anbauversuche und Testverkäufe fordern von allen Beteiligten viel Engagement und Risikobereitschaft. Um die Gefahr von Verlusten für die Landwirte möglichst gering zu halten, wurde 2010 extra ein gemeinsamer Fonds eingerichtet, der den Gemüsebauern allfällige Ausfälle bei Testprodukten entschädigt. Am Fonds beteiligen sich alle ProSpecieRara-Produzenten, der Logistikbetrieb Terraviva und Coop mit einem Anteil des Umsatzes aus allen Verkäufen mit ProSpeciRara-Gemüse.

Wenn eine Sorte erfolgreich wieder in den Handel eingeführt werden konnte, haben die Berater des FiBLs weiterhin alle Hände voll zu tun. Denn die Anbautechnik will für die oft wenig erprobten oder vergessenen Sorten für den biologischen Landbau wieder neu entwickelt werden. So bereitet den ProSpecieRara-Tomatenproduzenten derzeit eine Pflanzenkrankheit Kopfzerbrechen, gegen die die alten Sorten nicht resistent sind, und die das FiBL nun erforscht. Auch das Saatgut bedarf einer stetigen Qualitätsverbesserung, wofür sich die Sativa Rheinau engagiert und mit Unterstützung der Produzenten die Sorten auf ein langfristig verträgliches Produktionsniveau selektioniert - selbstverständlich ohne den Verlust der Sorten bestimmenden Eigenschaften.

Erleben auch Sie die Gemüsevielfalt neu! Auf dem ProSpecieRara-Marktplatz finden Sie die aktuell in grösseren Coop-Filialen erhältlichen Gemüsesorten. Ihr Genuss verhilft den alten Sorten zu neuer Nachfrage!
Projektleitung: Philipp Holzherr
Anbaubegleitung: FiBL, Martin Koller, Paul van den Berge und Martin Lichterhahn
Saatgut: Sativa Rheinau, Amadeus Zschunke
Logistik: Terraviva, Roland Meuter

Pflanzenvielfalt für Garten und Balkon
Gerade für Hobby-Gärtnerinnen und "Balkonisten" bietet die ProSpecieRara-Pflanzenvielfalt spannende Raritäten. Mit Hilfe des Grossverteilers Coop finden diese wieder grössere Verbreitung. In den Coop Bau+Hobby-Filialen sind heute nicht nur Samen und Setzlinge von fast verschwundenen Gemüsesorten erhältlich, sondern auch Obstbäume und beliebte alte Zierpflanzen aus Grossmutters Garten. Z.B. die Hortensien der "Vogelserie" aus Schweizer Züchtung, oder die altbekannte Geraniensorte "Stadt Bern".

Fast das ganze ProSpecieRara-Angebot der Pflanzen und Sämereien bei Coop wird in Bio-Qualität produziert. Die Anforderungen an die Sorten sind daher gross. Bei gewissen Sorten muss die biologische Pflanzenproduktion erst noch erfunden werden. Das FiBL führt daher z.B. Versuche zur intensiveren Blaufärbung der blauen Hortensiensorten durch. Denn für die schöne Farbe von "Blaumeise", "Eisvogel" und "Nachtigal", wie die Hortensienzüchtungen der Forschungsanstalt Wädenswil heissen, braucht es die passenden Umgebungsbedingungen - diese sind mit den beschränkten Mitteln des biologischen Anbaus nicht immer einfach zu erreichen.

Grosser Beliebtheit erfreuen sich die Sämereien der ProSpecieRara-Sorten, die auch in den Retail-Filialen von Coop zu erstehen sind. Manchmal sind Sorten, wie die "Makedonische Buschbohne" regelrecht ausverkauft und die Logistik-Firma Wyss ist um die rasche Nachlieferung bemüht. Zuweilen sind die alten Gemüse- und Zierpflanzensorten aber auch als Saatgut nicht so einfach anzubauen und es kann durchaus vorkommen, dass sämtliche Samenproduzenten einer Sorte in einem Jahr Missernten verbuchen müssen. Dann bleibt nur auf das nächste Jahr zu vertrösten, denn die Basis-Erhaltung der Sorten bleibt natürlich trotzdem gewährleistet.

Helfen Sie mit, die alten Sorten wieder zu verbreiten! Mit dem Anbau der ProSpecieRara-Pflanzenvielfalt fördern Sie die Nutzung und damit die Erhaltung der fast vergessenen Sorten. Über Bezugsmöglichkeiten informiert Sie unser ProSpecieRara-Marktplatz.

Projektleitung: Philipp Holzherr
Anbaubegleitung: FiBL, Martin Koller
Saatgut: Wyss Samen und Pflanzen und Sativa Rheinau
Topfzierpflanzen: Gensetter, Imhof, Frei Weinlandstauden
Setzlinge: Max Schwarz, Etter


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