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Resultate der Züchterumfrage
Es sind Menschen, die die Vielfalt der Rassen erhalten. Um die Tierhalterinnen und -halter optimal bei ihrem Engagement unterstützen zu können, ist es wichtig, deren Meinungen und Bedürfnisse zu kennen. Darum führte ProSpecieRara mit Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft vom 21.3. bis zum 30.4.2014 eine grosse Umfrage durch.
Die Umfrage ist abgeschlossen

Es wurden total 2883 rassespezifische Einladungen an Züchter angeschrieben: 1805 per Email und 1078 per Brief.
Zusätzlich wurde per Internet und über die Tierwelt auf die Umfrage aufmerksam gemacht.
Total wurden 1162 Umfragen ausgefüllt (1138 via Internet und 24 brieflich mit Papierformular).


Mit dieser sehr hohen Rücklaufquote zeigten die Tierhalterinnen und -tierhalter, dass sie engagiert bei der Sache sind. Wir möchten uns bei allen, die sich für die Umfrage Zeit genommen haben, herzlich bedanken.

Die umfangreiche Umfrage lieferte zahlreiche interessante Ergebnisse. Hier haben wir Ihnen einige herausgepickt. Die ganzen Ergebnisse finden Sie im unten angehängten PDF.

Grazie und Robustheit vor Leistung

Gefragt nach den wichtigsten Gründen für die Wahl der Rasse wurden das ansprechende Aussehen sowie die Robustheit und Widerstandskraft am häufigsten genannt. Am wenigsten zählten bei der Rassenwahl die Leistungsmerkmale (Milch-, Mast- und Legeleistung) sowie die kulturelle Verankerung der Rasse in der Region des Züchters. Wirtschaftlichkeit im herkömmlichen Sinn spielt bei den gefährdeten Rassen also eine untergeordnete Rolle. Bestätigt wird dies in der Zusatzfrage, bei der sich 80% zur Erhaltungszucht mit Fokus auf Robustheit und Ursprünglichkeit bekennen und nur 9% ihr Ziel in der Weiterentwicklung der Produktivität sehen. Diese Eindeutigkeit ist umso bemerkenswerter, als die Hälfte aller Umfragen von Züchtern ausgefüllt wurde, deren Haupt- oder Nebenerwerb in der Landwirtschaft liegt.

Herausforderung Vatertierhaltung
64% der Befragten gaben an, unter den jetzigen Verhältnissen nicht mehr Vatertiere halten zu können. Das bestätigt die Erfahrung der Zuchtleiter, welche Mühe bekunden, die Zahl der Vatertiere zu erhöhen. In der Zucht gefährdeter Rassen ist aber gerade der Anteil männlicher Zuchttiere wichtig, um genetische Engpässe zu vermeiden. Das erfreulichere Bild, dass 66% der Teilnehmenden bei den weiblichen Tieren Aufstockungsmöglichkeiten sehen, wurde darum etwas getrübt. Es bleibt also eine wichtige Aufgabe, weitere Betriebe für die Vatertierhaltung zu gewinnen. Mit der Gründung eines Bockzentrums im aargauischen Linn, ist bereits ein erster Schritt getan.

Via ProSpecieRara zu den gefährdeten Rassen

Dass 42% aller Befragten angaben, über ProSpecieRara auf ihre Rasse aufmerksam geworden zu sein, ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit. 34% der Teilnehmenden sind über einen Züchter in ihrem persönlichen Umfeld auf ihre Rasse gestossen. Die ProSpecieRara-Züchter verstehen es also, ihre Freunde mit ihrer Leidenschaft für rare Rassen anzustecken! Wir werden uns anstrengen, sie mit geeignetem Infomaterial und der Organisation von Anlässen, wie z. B. der Tierexpo, bei der Bekanntmachung alter Rassen zu unterstützen.

Wir bedanken uns beim Bundesamt für Landwirtschaft für die finanzielle Unterstützung.


Oktober 2014, © ProSpecieRara

Kontaktieren Sie uns

Philippe Ammann
Stv. Geschäftsführer, Bereichsleiter Tiere und Vermarktung
Telefon +41 61 545 99 28
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