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Bündner Oberländer Schaf
Bündner Oberländer Schafe sind eher kleine, feingliedrige und äusserst vitale Tiere. Neben der weissen Färbung, gibt es auch braune, schwarze, silbergraue und falbfarbige Tiere. Die wachsamen, eher scheuen Schafe, die sich bei optimaler Haltung aber gut an den Menschen gewöhnen, erinnern stark an ihre wilden Vorfahren. Sie sind leichtfüssig und bewegen sich geschickt im Gelände. Ausserdem erweisen sie sich als sehr widerstandsfähig gegenüber extremen klimatischen Bedingungen.
Die genügsamen und robusten Bündner Oberländer Schafe zeigen ausgeprägte Instinkte. Sie beobachten ihr Umfeld aufmerksam und führen ihre Lämmer fürsorglich. Ihr Landschaf-Typus zeigt sich an den feinen Gesichtszügen und den unbewollten Köpfen. Die Widder zeigen imposante Schneckengehörne, bei den Auen kommen behornte und hornlose Tiere vor. Die Rasse hat wenig ausgeprägte Fleischpartien punktet jedoch in der Fleischqualität. Bündner Oberländer Schafe liefern unter extensiven Bedingungen zartes Lammfleisch mit einer leichten Wild-Note. Das Vlies ist mischwollig, besteht also aus verschiedenen Haartypen und eignet sich dadurch sehr gut zum Filzen. Dabei bringen die verschiedenen natürlichen Wollfarbtöne viele Gestaltungsmöglichkeiten ohne dass gefärbt werden muss.

Die Widerristhöhen liegen bei Auen zwischen 65-70 cm, bei Widdern zwischen 70-75 cm.
Die Gewichte liegen bei Auen zwischen 40-60 kg, bei Widdern zwischen 60-85 kg.

Herkunft und Entwicklung
Die Wurzeln des Bündner Oberländer Schafes gehen zurück auf das Tavetscher oder Nalpser Schaf, das als Nachkomme des steinzeitlichen Torfschafes bekannt wurde. Diese Herkunft ist in der besonderen Vitalität und Anpassungsfähigkeit der Tiere spürbar. Das Tavetscher oder Nalpser Schaf hatte ein an Ziegen erinnerndes längliches Hinterhaupt und Hörner. Die letzten reinen Tavetscher Schafe starben trotz Erhaltungsbemühungen 1954 wegen Inzuchterscheinungen aus, nachdem schon um die Jahrhundertwende rückläufige Bestände zu verzeichnen gewesen waren. Von wenigen noch recht ursprünglichen Tieren ausgehend, baute ProSpecieRara ab 1984 eine neue Zucht von Tavetscher-ähnlichen Tieren auf. Die Bündner Oberländer Rasse setzt sich aus den Schlägen von Vrin, des Somvitg, des Tavetsch und des Medels zusammen. Die vielfältigen Wurzeln der Bündner Oberländerschafe widerspiegeln sich in der Vielfalt innerhalb des Bestandes, in dem die Behornung und die Fellfarbe grosse Bandbreiten haben.

Heutige Verbreitung
Heute ist der Tierbestand über die ganze Schweiz verteilt.

Bestandesentwicklung
  • leicht steigend

Nutzung
  • Fleisch
  • Wolle

Zuchtziele
  • Widerstandskraft, Langlebigkeit, Geländegängigkeit, Gesundheit, frei von Erbfehlern
  • Leichter und feiner Körperbau mit edlem Kopf
  • Gute Fruchtbarkeit und Aufzuchteigenschaften
  • Mittlere bis gröbere Wolle
  • Mageres Fleisch

 

 

Weitere Informationen
Verein zur Erhaltung des Bündner Oberländer Schafes (VEB)
www.bo-schaf.ch

Präsident
Ernst Oertle, Allenwil, 8494 Bauma/ZH, Tel. 052 386 13 11, Email

Zuchtbuchführung und Tiervermittlung
Daniel Röösli, Schwändi 12, 6162 Rengg, Tel. 041 480 28 14, Email 



Tiervermittlung unter: