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Walliser Schwarzhalsziege
Die Walliser Schwarzhalsziegen, die auch als "Gletschergeissen" bezeichnet werden, sind eine Walliser Lokalrasse mit langem, typisch zweifarbigem Haarkleid. Die vordere, kohleschwarze Körperhälfte ist durch eine scharfe Linie von der schneeweissen Nachhand getrennt. Die Farbtrennung wird auch bei den Klauen konsequent durchgezogen. Sie sind vorne schwarz, hinten hell.
Die Walliser Schwarzhalsziege ist eine typische Gebirgsziege. Die edlen Tiere sind an ihrer schwarz-weisse Färbung schon von weitem erkennbar. Wer einmal eine grössere Herde dieser aussergewöhnlich gefärbten Tiere gesehen hat, vergisst deren Anblick nicht so schnell wieder. Die temperamentvollen Böcke und Geissen tragen kräftige Hörner und schwarze Bärte. Bei den Schwarzhalsziegen überwiegen bei der Zuchtselektion Schönheit und Robustheit. Auf den Betrieben wird vor allem die Mutterziegenhaltung praktiziert und nur selten gemolken.

Der lokale Tourismus besinnt sich heute wieder auf die Traditionen und integriert die attraktiven Tiere wieder vermehrt in seine Aktivitäten, ein gutes Zeichen für diese alte Rasse.

Interessant ist die Entwicklung der Haarlänge dieser Rasse. Bilder aus dem beginnenden 20. Jhd. zeigen Ziegen mit kürzeren Haaren. Eine "Bodenfreiheit" von 20-30 cm machte für die Haltung in der landwirtschaftlichen Produktion Sinn. Heute tragen viele Ziegen extrem lange Haare, die nicht selten bis zum Boden reichen und einen entsprechende Fellpflege benötigen.

Die Widerristhöhen liegen bei den Geissen bei 75 cm, bei den Böcken bei 85 cm.
Die Gewichte liegen bei den Geissen bei 55 kg, bei den Böcken bei 75 kg.

Herkunft und Entwicklung
Das Ursprungsgebiet dieser Rasse liegt im Oberwallis in der Region um das Vispertal, wo die Rasse schon seit vielen Generationen gezüchtet wird und kulturell verankert ist. Laut historischen Quellen, sollen ihre Wurzeln auf afrikanische Ziegen zurückgehen, die vor 1000 Jahren ins Oberwallis gebracht wurden. Unter den Vorfahren der Schwarzhalsziegen wird in der Literatur auch die italienische Kupferziege erwähnt.

Heutige Verbreitung
Heute werden die attraktiven Tiere, nicht mehr nur in ihrer Heimat im Wallis, sondern auch in vielen anderen Regionen der Schweiz und auch im Ausland gezüchtet. Das Hauptzuchtgebiet ist jedoch noch immer das Oberwallis.

Bestandesentwicklung
  • leicht zunehmend

Nutzung
  • Fleisch
  • Landschaftspflege

Zuchtziele
  • Erhalt der besonderen Lokalrasse
  • Gute Mastfähigkeit
  • Grosse, robuste Tiere
  • Wichtig ist zudem, dass die zum Teil erhöhten Inzuchtwerte im Auge behalten werden
Weitere Informationen
Schweizerischer Ziegenzuchtverband (SZZV)
www.szzv.ch

Herdebuch- und Geschäftsstelle
Schweiz. Ziegenzuchtverband, Schützenstrasse 10, 3052 Zollikofen, Tel. 031 388 61 11
Fax 031 388 61 12

Tiervermittlung unter:

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