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Schlachten um zu fördern?
"Erhalten durch Geniessen", "Retten durch Nutzen", "Erhalten durch Aufessen" - man kann es weicher oder härter formulieren, mit dem Konsum von tierischen Produkten erhalten die gefärderten Rassen Auftrieb.
Das Spiegelschaf mit dem Schmoren eines Lamm-Gigots retten? Die Bündner Strahlenziege mit einem Herbstgitzi-Vermarktungsprojekt fördern?

Ja genau. Alle die alten Nutztierrassen, wie eben auch das Spiegelschaf und die Bündner Strahlenziege, sind in Menschenobhut entstanden, um als landwirtschaftliche Nutztiere Nahrungsmittel zu liefern.

Heute werden Schweizerhuhn, Wollschwein & Co. auch von vielen nicht-Bauern gehalten und gezüchtet. Das ist ein Glücksfall, denn nur in der sich gegenseitig ergänzenden Kombination von Bauern und nicht-Bauern ist es möglich, die Rassen, die wir heute noch haben, zu erhalten. Aber ob Bauer oder Freizeit-Tierhalter, wo Nutztiere gezüchtet werden, gibt es immer Tiere, die dann auch effektiv genutzt werden. Weil sie zur Produktion von Fleisch, Milch und Eiern gehalten werden, aber auch, weil für die Milchgewinnung mehr Jungtiere zur Welt kommen, als auf dem Hof weiterleben können, weil immer auch Tiere geboren werden, die sich nicht zur Zucht eignen (weil sie z.B. nicht ganz so wüchsig sind oder zu stark vom Rassestandard abweichen) oder weil sie einfach Pech haben, dass sie männlich sind, denn es braucht halt pro Herde meistens nur ein männliches Zuchttier.

Wenn diese Tiere gut verkauft werden können, fördert das die Haltung und Zucht der gefährdeten Rassen als Ganzes sehr nachhaltig. Darum hilft ProSpecieRara den Tierhaltern bei der Vermarktung ihrer Tiere. Je mehr Strahlenziegen-Herbstgitzi und Spiegelschaflämmer gegessen werden, umso mehr Muttertiere werden gehalten um die Nachfrage abzudecken. Die Strategie heisst hier „Fördern durch Nutzen“ und der Teller spielt dabei eine wichtige Rolle.