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Walliser Landschaf
Das Walliser Landschaf - oder Roux du Valais - ist ein ausgesprochenes Selbstversorgerschaf. Es ist sehr fruchtbar, genügsam und widerstandsfähig. Die Rasse zeichnet sich durch gute Alpgängigkeit und Standorttreue aus, hat einen ruhigen Charakter und einen ausgeprägten Herdentrieb. Seine besonderen Merkmale sind die rollenförmige Behornung beider Geschlechter und die Rammsnase. Oft tragen die Schafe einen weissen Stern am Hinterkopf und auch die Schwanzspitze kann weiss gefärbt sein.
Das Walliser Landschaf ist mittel- bis grossrahmig und harmonisch gebaut. Dank leichtem Körperbau und robusten Klauen sind Klauenprobleme selten. Es ist ein genügsames, wenig auf Mastleistung spezialisiertes Schaf, das für die extensive Haltung besonders geeignet ist. Dies macht das Walliser Landschaf interessant für Selbstversorger und für die Landschaftspflege, denn es kommt auch mit extensiverem Futter gut aus, und frisst zum Beispiel auch reifes, überständiges Gras, wie es bei den langen Mähintervallen in Naturschutzgebieten oft anzutreffen ist. Die eher grobe, lange und schnell wachsende Wolle fand früher breite Verwendung zur Herstellung von Kleidern. Die aus ihr gefertigten Strümpfe und Unterwäsche sollen sehr warm, gesund und bei Gelenk- und Rheumapatienten daher beliebt gewesen sein. Die attraktiven, rostroten Naturfarbtöne und die schwarze Wolle des Lötschenschlages erübrigen das Färben der Wolle. Walliser Landschafe haben einfache Ablammungen und sind asaisonal.

Die Widerristhöhe mit zwei Jahren soll bei Auen min. 60 cm, bei Widdern min. 65 cm betragen.
Die Gewichte liegen bei Auen zwischen 50-70 kg, bei Widdern zwischen 60-90 kg.

Herkunft und Entwicklung
Das Walliser Landschaf, auch Roux du Valais und früher Roux du Pays genannt, hat seine Ursprungsverbreitung im Ober- und Mittelwallis, wo es zeitweise fast ebenso häufig war wie das bekannte Walliser Schwarznasenschaf. Die Abstammung ist nicht mehr genau zu eruieren, doch wahrscheinlich gehört zu seinen Vorfahren das ausgestorbene Kupferschaf. Es gibt zwei Farbschläge: den rotbraunen "älwen" und den schwarzen Schlag, der sogenannte Lötschenschaf-Schlag. Während andere Walliser Schafrassen wie die kleinwüchsigen und hornlosen Roux de Bagnes oder die Visper Schafe ausgestorben sind, standen die Walliser Landschafe in den 80er-Jahren kurz vor dem Aussterben. ProSpecieRara fand 1985 bei vereinzelten Züchterinnen und Züchtern vor allem noch Tiere des braunen Farbschlags und startete ein Projekt zur Erhaltung dieser urtümlichen Walliser Schafrasse.

Heutige Verbreitung
Heute ist das Walliser Landschaf nicht nur in seinem Heimatkanton verbreitet, es finden sich auch viele Herden im westlichen Mittelland, im Jura, in den Berner Alpen und im Welschland.

Bestandesentwicklung
  • stabil

Nutzung
  • Fleisch
  • Wolle

Zuchtziele
  • Widerstandskraft, Geländegängigkeit, Langlebigkeit
  • Gute Fruchtbarkeit und Muttereigenschaften (Aufzuchtleistung)
  • Mittlere Mastfähigkeit auf der Basis von Raufutter
  • Schnelles Wollwachstum
Weitere Informationen
Zuchtverein für das Walliser Landschaf (WLS)
www.walliser-landschaf.ch

Präsident und Tiervermittlung
Beat Spycher, Ahorn 54, 3922 Eisten, Tel: 079 767 35 70, Email


Tiervermittlung unter: