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Un grand merci à nos sponsors de projet :
Genf war seit dem 16. Jahrhundert die Wiege des Gemüseanbaus in der Schweiz. Heute werden die meisten Sorten in der Region nicht mehr kultiviert. Ein Projekt will dies ändern.
Über viele Generationen haben die Genfer Bäuerinnen und Bauern zahlreiche Sorten sorgfältig ausgewählt und weiter entwickelt, um sich an die Boden- und Klimabedingungen des Kantons anzupassen und den Geschmack ihrer Kundschaft zu treffen. Der Tomate von Chancy und Artischocke «Violet de Plainpalais»[SS1] sind zwei symbolträchtige Beispiele dafür.
Heute werden diese Sorten – mit Ausnahme des Kardons «Argenté Épineux de Plainpalais» – in der Region nicht mehr angebaut und verkauft. Ihre Namen sind weitgehend in Vergessenheit geraten.
Die «Genfer Strategie zur Erhaltung alter Sorten», will dies ändern. Dafür haben sich die Stiftung ProSpecieRara, das Kantonale Amt für Landwirtschaft und Natur (OCAN), die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HEPIA und der Genfer Saatgutproduzent Semences de Pays (SdP) zusammengeschlossen. Ziel ist, eine Strategie zu erarbeiten, die zur Erhaltung, Vermehrung und Aufwertung lokaler Gemüsesorten beiträgt. Dazu sollen die Sorten identifiziert, auf den Feldern erhalten und für die Bevölkerung wieder zugänglich gemacht werden.
Die Strategie ist Teil der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie Genf 2030 und des dazugehörigen Aktionsplans 6.6 «Erfassung und Erhaltung traditioneller regionaler und lokaler Sorten». Sie gliedert sich in vier Handlungsachsen, an denen jeweils eine der beteiligten Organisationen federführend mitwirkt:
Eine zentrale Bedeutung kommt der Selektion und Produktion des Saatguts in der Herkunftsregion der Gemüses zu. Denn eine lokale Sorte ist untrennbar mit ihrer Anpassung an die klimatischen und regionalen Bedingungen verbunden. Diese Bedingungen haben im Laufe der Jahre auch den Geschmack des Gemüses geprägt.
Die zentrale Bedeutung der lokalen Selektion des Saatgutes ist sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei vielen Landwirt:innen noch wenig bekannt. Wir freuen uns deshalb, bei diesem Projekt mit unserem Genfer Saatgutpartner Semences de Pays zusammenarbeiten zu können.
Das Projekt ist zudem Teil der Beteiligung von ProSpecieRara am europäischen Programm LIVESEEDING, das die Selektion und Produktion von biologischem Saatgut in Europa fördern will.
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