Tage der offenen Biodiversitätsweiden

23.05. – 24.05.
2026
diverse

Sa., 23.05.2026 – So., 24.05.2026

Im Rahmen des von der UNO ausgerufenen internationalen Jahr der Weiden und Weidewirtschaft 2026 veranstalten wir Tage der offenen Biodiversitätsweiden, an welchen die Effekte der Beweidung auf die Biodiversität der Weide im Zentrum stehen. Weidetiere und die Weideführung (Zeitpunkt, Anzahl pro Jahr, Dauer, Anzahl Tiere pro Fläche) beeinflussen die Artenvielfalt und Zusammensetzung von Flora und Fauna auf der Weide. So wird durch die Beweidung mit Ziegen ein lichter Wald erhalten oder die Verbuschung zurückgedrängt. Auch andere Standorte brauchen eine Beweidung, v.a. wenn es nicht möglich ist die Fläche zu schneiden, um ein Verfilzen zu verhindern und eine hohe Pflanzenvielfalt zu begünstigen.

Seltene Nutztierrassen fügen der Biodiversität auf der Weide zwei weitere Ebenen hinzu. Auch wenn es wichtig ist, dass überhaupt Tiere auf den Flächen weiden, ist die Vielfalt an Rassen, speziell der einheimischen Schweizer Rassen, sowie die Vielfalt innerhalb der Rasse genauso wichtig. Rassen wie die Stiefelgeiss, die Bündner Strahlenziege, das rätische Grauvieh und das Engadinerschaf sind an die Bedingungen auf steilen Weiden bestens angepasst. Sie stehen aber auch für eine hohe genetische und kulturelle Vielfalt durch verschiedene Rassen und eine breite genetische Basis innerhalb der Rassen.

Die Tage der offenen Biodiversitätsweiden organisiert ProSpecieRara in Zusammenarbeit mit Zuchtvereinen. Interessierte Personen können die Herden normalerweise ohne Anmeldung besuchen. Die Details über die Orte, wo Züchterinnen und Züchter über ihre seltenen Rassen und ihre Arbeit Auskunft geben werden, werden zu einem späteren Zeitpunkt hier aufgeschaltet.

PS: Wir bitten Besuchende, die mehrere Herden besuchen möchten oder sonst Kontakt zu Nutztieren haben, die Schuhe vor und nach dem Besuch und zwischen den Herden gründlich zu reinigen (wegen Krankheiten wie Moderhinke). Weiter bitten wir Besuchende, die Arbeit der Züchterinnen und Züchter zu respektieren, Hunde anzuleinen oder zu Hause zu lassen und die Herde nicht zu stören.