Herzlichen Dank
Ein herzliches Dankeschön an unsere Projektsponsoren
Gemeinsam suchen wir die besten Haferwurzeln. In einem partizipativen Selektionsprojekt möchte ProSpecieRara die Haferwurzel verbessern. Das «hafer-nussige» Gemüse neigt oft zu relativ vielen Seitenwurzeln und gibt nach dem Rüsten zuweilen nicht mehr viel her. Zusammen mit Landwirt:innen und Gärtner:innen wollen wir das ändern. Von einem ersten Schritt 2024 stehen zwei Linien zur weiteren Selektion zur Verfügung.
Helfen Sie uns bei der Selektion unserer zwei Linien, indem Sie die Haferwurzeln ohne spezielle Vorkenntnisse anbauen. Ihr gärtnerisches Flair und Ihre persönliche Einschätzung für attraktive Wurzelgemüse reichen dazu völlig aus, den Rest des Samenbaus erledigen wir. Vielleicht lernen Sie dabei gerade eine neue Kulturpflanze kennen?
So machen Sie mit:
In der Folge werden die Haferwurzeln für die Samenvermehrung 2027 zentral durch ProSpecieRara und Sativa Rheinau ausgepflanzt.
Um eine einzelne Sorte merklich verbessern zu können, werden jeweils die schönsten Pflanzen pro Generation für die Vermehrung ausgelesen. Bei einem Rettich reden wir hier zum Beispiel von hunderten Pflanzen, aus denen die kräftigsten Exemplare ausgewählt werden. Diese Selektion kann eine Sorte schon bald in eine gewünschte Richtung bewegen.
Um eine ganze, vernachlässigte Kulturpflanzenart deutlich zu verbessern, braucht es aber noch viel mehr: Einerseits Pflanzen, andererseits Zeit. Vielleicht gar Jahre, oder auch Jahrzehnte. Das ist ein triftiger Grund, weshalb die Haferwurzel in ihrem Erscheinungsbild im Vergleich mit alltäglichen Wurzelgemüsen, allen voran mit der Karotte, hinterherhinkt. Im Gegensatz zur Karotte wurde sie nie derart breit weitergezüchtet. Ausserdem unterscheiden sich die verschiedenen Haferwurzelsorten nicht sehr augenfällig.
ProSpecieRara möchte trotzdem – oder gerade deshalb – in einem partizipativen Selektionsprojekt die Verbesserung der Haferwurzel in Angriff nehmen. Vielleicht eine Herkulesaufgabe, die uns aber gemeinsam leichter fällt. Denn wenn wir nie damit starten, geschieht auch nie etwas. Dieses kulinarisch sehr köstliche, nussig, aromatische Gemüse ist es Wert!
Das neue Projekt startete 2024 mit zweierlei Zielen:
1. Die vorhandenen Sorten auf ihre Anbautauglichkeit an verschiedensten Orten hin prüfen.
2. Die besten Pflanzen für die Züchtung finden, welche weiterentwickelte Nachkommen ergeben sollen.
Aus den Ergebnissen von 2024 resultierten zwei neu selektierte Linien, die je aus verschiedenen Haferwurzeln-Sorten zusammengestellt wurden. In der Samengewinnung 2025 wurden diese neuen Bestände je separat miteinander blühen gelassen. Während eine Linie besonders schmackhafte Haferwurzeln ergeben soll, hoffen wir bei der anderen Linie vor allem auf einen grossen Schritt weiter in Richtung schöner, grosser Haferwurzeln. Wir sind gespannt, ob sich die beabsichtigten Eigenschaften in den beiden Linien finden lassen.
Die Ziele 2026 sind darum:
1. Lassen sich die beabsichtigten Eigenschaften in den beiden Linien finden?
2. Die besten Pflanzen für die Züchtung finden, welche die beiden Linien je in Richtung der hauptsächlich verfolgten Eigenschaften weiterentwickeln.
Wer seine Haferwurzeln selber wieder auspflanzen oder gar nicht graben möchte, wird im zweiten Jahr mit wunderschönen Blüten belohnt. Sie ähneln den gelben Blüten des Wiesenbocksbarts, unterscheiden sich aber klar durch ihre zartviolette Farbe. Der ökologische Nutzen ist derselbe; die Blüten werden gerne von verschiedenen Bienen und anderen Insektenarten aufgesucht. Für uns Menschen sind die Blüten übrigens ebenso ein Genuss; kurz vor dem Öffnen sind sie eine köstliche Salatbeigabe.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Projektsponsoren