Asparagus officinalis

Wilder Spargel ist verbreitet in Europa, dem Nahen Osten bis in den Iran, Westsibirien udn in Nordafrika. Der Anbau des Gemüsespargels ist seit den Römern dokumentiert. Im Mittelalter wurde Spargel als Medizinalpflanze und als Gemüse hauptsächlich in Klöstern angebaut. Ursprünglich wurde Grünspargel angebaut. Über die Spargeltreiberei wird seit Mitte des 17. Jh. berichtet. Der feldmässige Anbau setzte im 19. Jh. ein, nachdem die ersten Konservenfabriken ihre Arbeit aufgenommen hatten. Heute sind Hybridsorten verbreitet, die durch Wurzelteilung vermehrt werden. Samenfeste Sorten, die über Saatgut vermehrt werden, sind nur noch selten erhältlich.

GE-1774

D’Argenteuil hative

Gemüse
Spargel

Beat Brechbühl & Franca Pedrazzetti

Sina Sohneg

Alte Landsorte aus Argenteuil/F, welche in der Schweiz im 19. und anfangs 20. Jh. rege gehandelt wurde. Eine der wenigen noch samenfesten Spargelsorten. Frühe weisse Spargelsorte. Kopf rosa bis violett, wohlschmeckend und aromatisch.

Anbau
Die Aussaat erfolgt im März in Schalen, Saattiefe 2-3 cm. Die 5-7 cm grossen Pflänzchen in Töpfchen pikieren ab Mitte April auspflanzen. Im nächsten Jahr ausgraben und an den definitiven Ort Pflanzen. Einjährige Wurzeln werden im April in gut vorbereiteten Boden in einem 30 cm tiefen und 30 bis 40 cm breiten Graben mit einer Schicht Kompost darunter strahlenförmig ausgebreitet, so dass die Knospenlage der Wurzeln 15 cm unter der Erde zu liegen kommt, und mit ca. 5 cm Erde zugedeckt. Im Pflanzjahr und auch noch im Jahr danach lässt man alle Triebe wachsen. Die Gräben bleiben im ersten Jahr während des Sommers und des folgenden Winters offen. Im zweiten Jahr wird bei fortschreitendem Wachstum der Triebe die ausgehobene Erde wieder vorsichtig in die Gräben gefüllt. Im Laufe de Sommers wird das Niveau der übrigen Beete erreicht. Für Bleichspargeln werden im dritten Jahr erstmals etwa 30 cm hohe Dämme aufgeworfen. Ab dem dritten Jahr kann mit der ersten Ernte begonnen werden. Sie dauert etwa 8–10 Jahre an. Die etwa 20 cm langen Stangen werden mit dem Messer direkt über dem Boden geschnitten, die weissen Stangen werden mit einem Spargelmesser gestochen. Gegen Ende Juni wird die Ernte eingestellt und die Kultur gedüngt. Mit dem austreibenden Spargelkraut bildet der Wurzelstock Aufbaustoffe für die nächstjährige Ernte.

Anspruch
Warme, sonnige Lage. Bleichspargel bevorzugt leichte Böden. Grünspargel ist nicht so anspruchsvoll. Spargel stellt hohe Nährstoffansprüche und ist für Stallmistgaben dankbar. Reichliche Wassergaben sind notwendig, um das Wachstum und damit die Kräftigung der Pflanzen zu fördern.

Pflanzabstand
50 x 30 cm

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Haus                                                
Pflanzzeit                                                
Blütezeit                                                

Anbau
Die Aussaat erfolgt im März in Schalen, Saattiefe 2-3 cm. Die 5-7 cm grossen Pflänzchen in Töpfchen pikieren und ab Mitte April auspflanzen. Im nächsten Jahr ausgraben und an den definitiven Ort Pflanzen. Einjährige Wurzeln werden im April in gut vorbereiteten Boden in einem 30 cm tiefen und 30 bis 40 cm breiten Graben mit einer Schicht Kompost darunter strahlenförmig ausgebreitet, so dass die Knospenlage der Wurzeln 15 cm unter der Erde zu liegen kommt, und mit ca. 5 cm Erde zugedeckt. Im Pflanzjahr und auch noch im Jahr danach lässt man alle Triebe wachsen. Die Gräben bleiben im ersten Jahr während des Sommers und des folgenden Winters offen. Im zweiten Jahr wird bei fortschreitendem Wachstum der Triebe die ausgehobene Erde wieder vorsichtig in die Gräben gefüllt. Im Laufe de Sommers wird das Niveau der übrigen Beete erreicht. Für Bleichspargeln werden im dritten Jahr erstmals etwa 30 cm hohe Dämme aufgeworfen. Ab dem dritten Jahr kann mit der ersten Ernte begonnen werden. Sie dauert etwa 8–10 Jahre an. Die etwa 20 cm langen Stangen werden mit dem Messer direkt über dem Boden geschnitten, die weissen Stangen werden mit einem Spargelmesser gestochen. Gegen Ende Juni wird die Ernte eingestellt und die Kultur gedüngt. Mit dem austreibenden Spargelkraut bildet der Wurzelstock Aufbaustoffe für die nächstjährige Ernte.

Anspruch
Warme, sonnige Lage. Bleichspargel bevorzugt leichte Böden. Grünspargel ist nicht so anspruchsvoll. Spargel stellt hohe Nährstoffansprüche und ist für Stallmistgaben dankbar. Reichliche Wassergaben sind notwendig, um das Wachstum und damit die Kräftigung der Pflanzen zu fördern.

Pflanzabstand
50 x 30 cm

Mindestanzahl Samenträger
20

Befruchtungsart
Fremdbefruchtung (Insekten)

Verkreuzung
anderen Spargelsorten

Isolationsdistanz
150 m

Vermehrungsart
Samen, Wurzeln/Rhizome

Saat-/Pflanzgutgewinnung
Spargeln sind zweihäusige (diözische) Pflanzen. Weibliche Spargeln tragen runde, rote Beeren mit sechs Samen. Da Vögel die Beeren gerne fressen und beträchtlich Schaden anrichten können, ist eine Abdeckung mit Vogelnetzen zu empfehlen. Die Beeren sollen erst dann geerntet werden, wenn sie bereits von den Pflanzen herunterfallen. Sie werden über einem Sieb gerieben, um die Samen aus den Hüllen zu lösen. Anschliessend werden die Samen mehrmals gewaschen und einige Tage lang im Schatten getrocknet, bevor man sie einlagert.
Die Vermehrung über Samen ist nicht sortenrein. Daher wird der Spargel meist über Stockteilung vermehrt.

Keimfähigkeit in Jahren
3

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Haus                                                
Pflanzzeit                                                
Blütezeit                                                
Saat-/Pflanzguternte                                                

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Steckbrief

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 vollsonnig
 tiefe Lagen
 Hausgarten
 leicht, mittel
 feucht/frisch
 grün, rosa, violett, weiss
 Garen, Dämpfen