Brassica rapa subsp. rapa

Rübenkohl, auch Rübsen, Rübsamen oder Rübsaat genannt, wird seit der Jungsteinzeit kultiviert. Es gibt zahlreiche Sorten bzw. Unterarten, die als Öl-, Gemüse- bzw. Futterpflanzen verwendet werden.

Die Herbstrübe war schon während des Mittelalters als Nachfrucht in der Dreifelderwirtschaft von Bedeutung. Heute wird die Räbe noch vereinzelt angebaut, z.B. im Kanton Zürich zur Herstellung von Sauerrüben und von Räbeliechtli für den Räbeliechtliumzug.

GE-2904

ZEFA Wädenswil weiss

Gemüse
Rübenkohl
Herbsträbe

Franziska Klemme

Franziska Klemme

Franziska Klemme

Diese Selektion der Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil stammte ursprünglich von einer Landsorte aus Muhen ab, welche neben den ganz weissen Rüben auch einen gewissen Anteil von roten Typen hatte. Aus dem Bestand wurden zwei stabile Linien gezüchtet. Wurde vorwiegend als Sauerrübe verwendet, und der rote Typ im Mittelland zur Herstellung von Räbeliechtli, die für die traditionellen Kinderumzügen im Herbst geschnitzt werden. Aussaat ab Mitte Juli bis MItte Aug. Raschwüchsig, frühreif.

Anbau
Aussaat je nach Sorte zwischen Mitte Juli und Mitte August. Für Konsumzwecke etwas enger, für Räbenliechtli ausreichend weit stellen. Direktsaat ist am sinnvollsten. Zu Beginn der Kultur können Erdflöhe die jungen Keimlinge schädigen. Erdflöhe treten vor allem bei heissem, trockenem Wetter auf und machen einen typischen Lochfrass an den Blättern.

Anspruch
Mögen humose, nicht zu schwere Böden. Stallmist und grosse Stickstoffgaben vermeiden.

Pflanzabstand
30 x 15 cm

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Freiland                                                
Blütezeit                                                
Ernte                                                

Anbau
Das Überwintern der Herbstrüben ist aufgrund ihres hohen Wassergehalts sehr schwierig. Die Lagerfähigkeit ist auch sortenabhängig. Empfohlen wird daher eine Überwinterung von Jungpflanzen in Töpfen oder Topfplatten. Dazu die Rüben Ende August aussäen. Sie sollten bis zum Winter 2-3cm grosse Rüben bilden. Bei Pflanzen dieser Grösse kann bereits auf die Rübenform ausgelesen werden. Die kleinen Rüben im Kalthaus oder im gut gedeckten Frühbeet überwintern. Bei sehr tiefen Temperaturen diese mit Strohballen oder Noppenfolie abdecken (an warmen Wintertagen aber gut lüften). Immer wieder die Freuchtigkeit des Substrats prüfen. Die Erde sollte nicht zu nass sein, aber auch nicht zu austrocknen. Sorten mit geringerem Wassergehalt und festerem Fleisch können auch an Ort und Stelle im Freien überwintert werden.

Anspruch
Mögen humose, nicht zu schwere Böden. Stallmist und grosse Stickstoffgaben vermeiden.

Pflanzabstand
30 x 15 cm

Mindestanzahl Samenträger
60

Befruchtungsart
Fremdbefruchtung (Insekten)

Verkreuzung
Verkreuzung mit anderen Herbstrüben-Sorten und allen anderen Gemüsen der Art Brassica rapa: Herbstrübe, Mairübe, Chinakohl, Pak Choi, Rübsen, Broccoletto, Mizuna.

Isolationsdistanz
150 m

Vermehrungsart
Samen

Saat-/Pflanzgutgewinnung
Reife Schoten springen auf und verstreuen die Samen. Die Samenstände daher kurz vor der Vollreife ernten. Ev. in mehreren Durchgängen einzelne Äste ernten. Äste auf einem Tuch an einem warmen, trockenen, luftigen Ort nachreifen lassen. Die Schoten sind druschreif wenn sie zwischen den Fingern leicht brechen und die Samen freigeben. Zum Dreschen eigent sich am besten die "Fuss-Stampf-Methode". Die Samenstände in eine grosse, dichte Plane geben und mit den Füssen darauf herumtreten. Die geernteten Samen anschliessend mit Sieben und Wind reinigen. Anschliessend nochmals nachtrocknen.

Keimfähigkeit in Jahren
4

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Blütezeit                                                
Saat-/Pflanzguternte                                                

Saat- oder Pflanzgut können Sie auf zwei Arten bestellen:

Gönner*innen können über unser Erhalternetzwerk kostenlos einige Portionen Saatgut bei unseren Sortenerhalter*innen bestellen. Manche Sorten sind auch bei kommerziellen Anbietern für alle erhältlich.
Je nach Sorte steht auch nur die eine oder andere Variante zur Verfügung. Von gewissen Sorten gibt es (noch) gar kein Angebot, weil davon nicht genügend Saat-/Pflanzgut vorhanden ist. Mehr Infos

Steckbrief

 zweijährig
 vollsonnig
 tiefe Lagen, mittlere Lagen, Höhenlagen
 Hausgarten
 leicht, mittel
 feucht/frisch
 weiss
 weiss
 gelb
 Garen, Einmachen, Dämpfen

Diese Sorte ist auch bekannt als:
ZEFA Wädenswil bianca, ZEFA Wädenswil blanc