Apium graveolens var. rapaceum

Die wilden Verwandten des Selleries finden sich an den Küstengebieten Nordeuropas. Er erträgt höhere Salzkonzentrationen. Die älteste Kulturform ist der Schnittsellerie, der spätestens seit der Römerzeit zu den Pflanzen des mediterranen Gewürzgartens gehört. Während im deutschsprachigen Raum die Verwendung des Knollenselleries im Vordergrund steht, ist es in den meisten anderen Ländern der Stangensellerie. Viele Stangenselleriesorten kommen aus England, wo dieser seit dem 19. Jh. angebaut und gezüchtet wird.

Die wilden Verwandten des Knollensellerie finden sich an den Küstengebieten Nordeuropas. Er erträgt höhere Salzkonzentrationen. Aussaat im März, Ernte Ende Oktober.

GE-406

Wiener Riesen

Gemüse
Sellerie
Knollensellerie

Beat Brechbühl & Franca Pedrazzetti

ProSpecieRara

ProSpecieRara

Claire Geiser

Vorzügliche Marktsorte. Mittelgrosse, runde Knollen. Das gesunde, dunkelgrüne Blattwerk wächst halbhoch und licht. Mittelspät, gute Schorfresistenz.

Anbau
Der Anbau von Sellerie verlangt etwas Fingerspitzengefühl, da er sehr temperaturempfindlich ist. Zu kühle Temperaturen im Jungpflanzenstadium fördern das Schossen der Pflanzen. Aussaat für Setzlingsanzucht ab Ende Februar. Lichtkeimer, Saatgut nicht mit Erde bedecken und hell und warm stellen. Nach dem Keimen kühler stellen, jedoch nicht unter 15°C. Zu kühle Temperaturen im Jugend-Stadium fördern später das Schossen der Pflanzen. Pikieren ist bei Sellerie besonders wichtig, um kräftige, gut bewurzelte Setzlinge zu erhalten. Nach Spätfrostgefahr auspflanzen, früher nur unter Vlies.Mulchen.

Anspruch
Sellerie benötigt humose Böden, die eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung gewährleisten. Je fruchtbarer, desto besser. Optimal sind windoffene Lagen.

Pflanzabstand
40 x 40 cm

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Haus                                                
Pflanzzeit                                                
Blütezeit                                                
Ernte                                                
Lagerung                                                

Anbau
Aussaat für Setzlingsanzucht ab Ende Februar. Lichtkeimer, Saatgut nicht mit Erde bedecken und hell und warm stellen. Nach dem Keimen kühler stellen, jedoch nicht unter 16°C. Zu kühle Temperaturen im Jugend-Stadium fördern später das Schossen der Pflanzen. Jungpflanzen nach den Spätfrosten ins Freiland setzten. Gute und regelmässige Wasserversorgung sicherstellen. Auch Trockenheit fördert das Schossen. Mulchen.
Im Spätherbst die Pflanzen vorsichtig aus der Erde heben. Verletzungen unbedingt vermeiden. Die Wurzeln weitgehend an den Pflanzen belassen, sie wachsen dann besser wieder an. Alle Blätter bis auf die Herzblätter entfernen. In leicht feuchten Sand einschlagen. Die Pflanzen dürfen sich nicht berühren. Darauf achten, dass die Knollen trocken ins Lager kommen. Je niedriger der Wassergehalt der Knolle, umso besser gelingt das Ueberwintern.

Anspruch
Sellerie benötigt humose Böden, die eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung gewährleisten. Je fruchtbarer, desto besser. Optimal sind windoffene Lagen.

Pflanzabstand
50 x 50 cm

Mindestanzahl Samenträger
60

Befruchtungsart
Fremdbefruchtung (Insekten)

Verkreuzung
Verkreuzt mit anderen Stangen- und Knollenselleriesorten. Selten aber möglich ist auch ein Verkeuzen mit Petersilie.

Isolationsdistanz
150 m

Vermehrungsart
Samen

Saat-/Pflanzgutgewinnung
Mitte März im Folgejahr die ausgewählten Pflanzen wieder aussetzen. Die Knollen so tief pflanzen, dass nur die Herzblätter aus der Erde schauen. Pflanzabstand 60 x 60 cm. Die Bewurzelung geht nur langsam vor sich, bei trockener Witterung die Pflanzen anfangs reichlich giessen. Stützgitter einziehen.
Bei der Samenernte nicht zu lange warten; gut ausgereifte Samen fallen bei Wind und Regen leicht aus. Die einzelnen grau-braun gefärbten Dolden nach und nach abschneiden. Die grössten Dolden ergeben die besten Samen. Nachrocknen lassen.

Keimfähigkeit in Jahren
3

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Haus                                                
Pflanzzeit                                                    
Blütezeit                                                
Saat-/Pflanzguternte                                                

Saat- oder Pflanzgut können Sie auf zwei Arten bestellen:

Gönner*innen können über unser Erhalternetzwerk kostenlos einige Portionen Saatgut bei unseren Sortenerhalter*innen bestellen. Manche Sorten sind auch bei kommerziellen Anbietern für alle erhältlich.
Je nach Sorte steht auch nur die eine oder andere Variante zur Verfügung. Von gewissen Sorten gibt es (noch) gar kein Angebot, weil davon nicht genügend Saat-/Pflanzgut vorhanden ist. Mehr Infos

 

Kommerzielle Anbieter

Sativa Rheinau AG
Chorbstrasse 43
8462 Rheinau
052 544 06 00
info(at)sativa.bio
www.sativa.bio

BOTANIK Sämereien.ch
Talstrasse 35
8808 Pfäffikon SZ
044 291 94 52
info(at)saemereien.ch
www.saemereien.ch

Gärtnerei Homatt AG
Patrick Biedermann
Homatt
6017 Ruswil
041 496 00 90
info(at)homatt.ch
www.homatt.ch

Neuhof ∙ Gärtnerei
Pestalozzistrasse 100
5242 Birr-Lupfig
056 464 25 55
gaertnerei(at)neuhof.org
https://neuhof.org/neuhof-betriebe/neuhof-gaertnerei/

Steckbrief

 zweijährig
 vollsonnig
 tiefe Lagen, mittlere Lagen
 Hausgarten
 mittel, schwer
 feucht/frisch
 weiss
 beige, braun, weiss
 ja
 weiss
 Garen, Rohgenuss, Braten, Dämpfen

Diese Sorte ist auch bekannt als:
Géant de Vienne, Gigante di Vienna