Beta vulgaris ssp. vulgaris

Die Wildformen der Bete, auch Rübe oder Runkelrübe genannt, sind von den Küsten Westeuropas und des Mittelmeeres bis nach Westasien verbreitet. Die Kulturformen, zu der auch die Zuckerrübe gehört, werden weltweit in Regionen mit geeignetem Klima angebaut. Als Abkömmlinge von Küstenpflanzen vertragen die Kulturformen salzige Böden und zeitweilige Trockenheit besser als andere Kulturpflanzen.

Die Rande war schon Ägyptern, Griechen und Römern bekannt und wurde wohl von letzteren nach Mitteleuropa gebracht. Die frühen Formen enthielten ringförmige Farbunterschiede in den Rüben, die später weggezüchtet wurden. Die Farbvariationen entstehen durch unterschiedliche Pigmenteinlagerung zwischen Bast- und Holzschicht der Rübe.

GE-936

Carotte rouge du pays

Gemüse
Bete
Rande/Rote Bete

Aus dem Welschland. Knollen von länglicher Form. Dunkelrotes, sehr dekoratives Laub. Ausgezeichnete Geschmacksqualität.

Anbau
Ab Mitte April kann im Freiland gesät werden. Für die Einlagerund sät man Mitte Juli aus. Die Samenknäuel der älteren Randen-Sorten beherbergen mehrere Samen, aus denen auch mehrere Keimpflanzen entstehen. Entweder man trennt die Keimlinge beim Pikieren voneinander oder dünnt die Reihen nach dem Aufgehen aus. In kühlen Lagen oder bei Kälteeinbrüchen im Frühjahr lohnt siche eine Abdeckung mit Vlies, da Kälteimpulse das Schossen anregen. Durch ungünstige Wachstumsbedingungen wie zum Beispiel ein Mangel an Nährstoffen, Platz, Licht und Wasser produzieren die Randen vermehrt Saponine, was sie seifig und herb schmecken lässt.

Anspruch
Sonne oder Halbschatten. Feuchte aber lockere, tiefgründige, gut mit organischer Substanz versorgte Böden. Die Böden sollten aber nicht frisch gedüngt sein, dafür tief gelockert.

Pflanzabstand
30 x 10 cm

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Aussaat Freiland                                                
Blütezeit                                                
Ernte                                                
Lagerung                                                

Anbau
Für die Vermehrung nicht vor Ende Juni aussäen! Die Rüben sind sonst bei der Einlagerung zu gross und unförmig. Eine gute Auslese ist dann nicht mehr möglich. Die Samenknäuel der älteren Randen-Sorten beherbergen mehrere Samen, aus denen auch mehrere Keimpflanzen entstehen, die man vereinzeln kann.

Anspruch
Sonne oder Halbschatten. Feuchte aber lockere, tiefgründige, gut mit organischer Substanz versorgte Böden. Die Böden sollten aber nicht frisch gedüngt sein, dafür tief gelockert.

Pflanzabstand
30 x 20 cm

Mindestanzahl Samenträger
60

Befruchtungsart
Fremdbefruchtung (Wind)

Verkreuzung
Verkreuzt mit anderen blühenden Randen, Zuckerrüben, Runkelrüben, Futterrüben, Halbzuckerrüben, Mangold, Krautstiel.

Isolationsdistanz
300 m

Vermehrungsart
Samen

Saat-/Pflanzgutgewinnung
Besonders schöne Exemplare werden frühzeitig markiert. Am Ende des Gartenjahres wird das Laub 1 cm über der Wurzel abgeschnitten. Die Pflanzen werden kühl und dunkel eingekellert (in Sand od Sägspäne). Im März werden die Wurzeln wieder ausgepflanzt. Gut angiessen und anfangs ev. mit Vlies abdecken und vor Schnecken schützen. Samenträger aufbinden. Die Samen sind reif, wenn die Samenknäuel braun gefärbt sind. Die Samen fallen nicht aus. Es kann mit der Samenernte gewartet werden, bis die Samen an der Pflanze gut ausgereift sind. Samenträger an warmem, luftigen Ort nachtrocknen, im Sack dreschen und mit Sieb reinigen. Die Samen verbleiben im Knäuel.

Keimfähigkeit in Jahren
4

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Pflanzzeit                                                
Blütezeit                                                
Saat-/Pflanzguternte                                                

Saat- oder Pflanzgut können Sie auf zwei Arten bestellen:

Gönner*innen können über unser Erhalternetzwerk kostenlos einige Portionen Saatgut bei unseren Sortenerhalter*innen bestellen. Manche Sorten sind auch bei kommerziellen Anbietern für alle erhältlich.
Je nach Sorte steht auch nur die eine oder andere Variante zur Verfügung. Von gewissen Sorten gibt es (noch) gar kein Angebot, weil davon nicht genügend Saat-/Pflanzgut vorhanden ist. Mehr Infos

Steckbrief

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 halbschattig
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