#

E-Mail oder
Benutzername

Passwort

Anmelden
Neu registrieren
ProSpecieRara SchweizDEFRIT ProSpecieRara Deutschland





Petition: Keine Patente auf Leben!
Grosskonzerne wie Monsanto und Syngenta bestimmen je länger je mehr, was wir essen. Unterschreiben Sie deshalb jetzt die Petition gegen Patente auf Pflanzen und Tiere!
Aktualisiert am 7.12.2015: No Patents on Seeds! hat eine aktualisierte Version ihres Berichts zu europäischen Patenten auf Pflanzen und Tiere veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über die gesetzliche Situation in der Europäischen Union, und berichtet über Fallstudien zu den zunehmend vergebenen Patenten auf Pflanzen aus konventioneller Züchtung. Die AutorInnen verweisen in Bezug auf Patente auch auf die zunehmende Konzentration am Saatgutmarkt und rufen die Politik auf, jetzt zu handeln und die Patentierung von Pflanzen und Tieren zu stoppen. zum Bericht

Gemeinsam mit der internationalen Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ starteten ProSpecieRara, die Erklärung von Bern und Swissaid eine Unterschriftenaktion gegen Patente auf Pflanzen und Tiere. Auslöser ist ein Grundsatzentscheid des Europäischen Patentamtes zu Gunsten von Syngenta, Monsanto und Co. Dieser hatte eine Lawine von Patenten auf konventionelle Züchtungen zur Folge, die in Kürze erteilt werden sollen. Die Petition fordert die politische Verhinderung solcher Patente.

Eine aktuelle Recherche der Koalition zeigt, dass das Europäische Patentamt (EPA) in allernächster Zeit weitere 30 Patente auf Pflanzen aus konventioneller Züchtung an Monsanto und deren Töchterfirmen erteilen wird. Syngenta kann zeitnah auf etwa ein Dutzend Patenterteilungen hoffen. Viele dieser Patente, die jetzt unmittelbar vor der Erteilung stehen, erstrecken sich auf Gemüse wie Tomaten, Paprika, Blumenkohl, Karotten und Salat.

Wir sind die Verlierer
Züchter, Landwirte, Lebensmittelhersteller und Konsumierende sind die Verlierer dieser Entwicklung: Syngenta, Dupont und Monsanto halten zusammen bereits rund 50% Anteil am globalen Saatgutmarkt und bestimmen, was angebaut wird, was wir essen und wie viel wir dafür zu bezahlen haben. Die europäischen Regierungen müssen jetzt endlich die Interessen der Allgemeinheit gegen jene von Konzernlobbyisten verteidigen. Länder wie Deutschland und die Niederlande verbieten heute bereits Patente auf Pflanzen und Tiere, die aus konventioneller Zucht stammen, nur Durch eine Patentierung beim EPA, kann dieses Verbot auf europäischer Ebene aber umgangen werden (siehe Box).

Die internationale Koalition von „Keine Patente auf Saatgut!“ verlangt deshalb, dass die Mitgliedsländer des Europäischen Patentübereinkommens zunächst die Regeln zur Auslegung der Patentgesetze und damit die bestehenden Verbote stärken. Dann sollten die europäischen Patentgesetze selbst so geändert werden, dass Patente auf Züchtungsverfahren, Züchtungsmerkmale sowie auf Züchtungsmaterial, Gene, Pflanzen, Tiere und daraus gewonnene Lebensmittel vollständig verboten werden.


Jetzt unterschreiben!
Fordern Sie mit Ihrer Unterschrift ein Stopp für Patente auf Leben. Drucken Sie den Bogen unten aus und motivieren Sie auch Ihre Freunde und Nachbarn zu unterschreiben, oder unterschreiben Sie direkt online auf der Seite der Erklärung von Bern

Wieso setzt sich ProSpecieRara dafür ein, inwiefern betrifft das die alten Sorten?
Die Tatsache, dass jemand eine Sorte nehmen kann, eine bestimmte Eigenschaft in ihr entdecken und diese dann patentieren kann, könnte künftig auch ProSpecieRara-Sorten betreffen. Zwar dürften wir - je nach Auslegung des Gesetzes - diese Sorte weiter vermehren und tauschen, aber sie wären als Ausgangsmaterial für Neuzüchtungen nicht mehr frei verfügbar. Damit treffen die Patente ProSpecieRara im Kern ihrer Arbeit, denn genau für den freien Zugang zu dieser Ressource kämpfen wir. Frei verfügbare Kulturpflanzen sind die Basis für unsere zukünftige Nahrungsmittelsicherheit. Bei den Tieren ist das Problem genau das gleiche, auch Eigenschaften von Tieren können patentiert werden. 

 Hintergrund zur Koalition und dem EPA

Die Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ wird von Bionext (Niederlande), der Erklärung von Bern, GeneWatch UK, Greenpeace, Kein Patent auf Leben!, Misereor, Rete Semi Rurali (Italien), Réseau Semences Paysannes (Frankreich), Red de Semillas (Spanien), dem norwegischen Development Fund ProSpecieRara und Swissaid getragen. Unterstützt von mehreren Hundert Organisationen, setzt sich die Koalition gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren ein. Die Patente, die das EPA mit Sitz in München erteilt, sind in allen 38 Mitgliedsländern des Europäischen Patentübereinkommens (inkl. der Schweiz) gültig – auch wenn das einzelne Land eine Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren aus konventioneller Zucht ablehnt. Patentverbote im nationalen Patentrecht betreffen nur Patente welche auf nationaler Ebene eingereicht werden.




Dieser ARD-Bericht zeigt die Problematik gut auf