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Die Stadt-Tomaten haben Zuwachs bekommen
Ein Bild aus dem Fotowettbewerb 2015 von Nicole Zurfluh Ein Bild aus dem Fotowettbewerb 2015 von Nicole Zurfluh
Auch Peperoni und Salate können selber vermehrt werden. Wie das funktioniert und dass das heute in Zeiten von Hybridzüchtungen und Patenten auf Leben nicht mehr selbstverständlich ist, darauf macht unser Projekt Stadt-Tomaten aufmerksam
Schiessen in einem Garten die Salate auf, sind der Gärtnerin schräge Blicke sicher. Nun ist es aber höchste Zeit, sich an diesen Anblick zu gewöhnen. Denn die Stadt-Tomaten rufen dazu auf, nicht „nur“ Tomaten anzubauen und zu vermehren, sondern auch Salat und Peperoni. Und Salate müssen nun mal aufschiessen, damit sie Blüten bilden und Samen entwickeln können ...

Wachsendes Bewusstsein
Was früher normal war, nämlich sein eigenes Saatgut zu produzieren, geriet für einige Jahrzehnte in Vergessenheit. Heute jedoch wächst die Unzufriedenheit darüber, dass die weltweite Lebensmittelproduktion in den Händen weniger grosser Konzerne liegt, die über das Saatgut – Ursprung der meisten Lebensmittel – eine unglaubliche Macht ausüben können. Im Zuge dieses Bewusstwerdens wird auch das selber Vermehren von Saatgut wieder aktuell – gerade bei der jüngeren Generation von Gärtnern. Saatgut-Tauschgruppen in den sozialen Medien spriessen wie Schneeglöckchen aus dem Boden.

Schritt-für-Schritt zum eigenen Saatgut

Je nach Art stellen sich beim Saatgut Vermehren ganz unterschiedliche Herausforderungen, die beachtet werden wollen. Bei den Tomaten ist das sortenreine Vermehren relativ einfach. Tomaten sind Selbstbefruchter und verkreuzen somit kaum. „Deshalb haben wir uns 2012 zum Start der Stadt-Tomaten auch für diese Art entschieden“, sagt Anna Kornicker, Projektleiterin des Stadt-Tomaten-Projekts bei ProSpecieRara. Nach vier Jahren, in denen sich über 23'000 Personen auf www.stadt-tomaten.ch registriert haben und ein Grossteil davon auch Saatgut bestellt und wohl auch vermehrt hat, geht das Projekt nun einen Schritt weiter. „Peperoni verkreuzen leichter, daher darf nur eine Sorte pro Standort angebaut werden, oder aber die Blüten müssen geschützt werden“, so Kornicker. „Salat ist wie die Tomate ein Selbstbefruchter. Hier kann man aber die Samen nicht einfach aus der reifen Frucht herauslösen, sondern man muss die Salate blühen lassen, was einiges an Wissen erfordert.“ Dieses Wissen gibt die Stiftung in Form von Schritt-für-Schritt-Anleitungen ab – je eine für Tomaten, Salat und Peperoni.

Lebendig erhalten
Wissen über dieses alte Handwerk weiterzugeben, ist denn auch ein zentrales Anliegen von ProSpecieRara. Die Anleitungen können auf der Website heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden. Da das Vermehren nur mit samenechten Sorten funktioniert, die im Handel nicht mehr so häufig anzutreffen sind, können auf www.stadt-tomaten.ch auch Starter-Kits, inkl. drei Samenportionen von seltenen Tomaten-, Peperoni- und Salatsorten gekauft werden. 13 Kombinationen mit insgesamt 39 Sorten stehen zur Auswahl. „Zusammen mit den 58 Tomatensorten, die wir in den vergangenen vier Jahren in Umlauf gebracht haben, haben wir nun 63 Tomaten- und je 10 Salat- und Peperonisorten an tausende Leute gebracht“, resümiert Kornicker, „Gibt nur ein Teil dieser Leute selber vermehrtes Saatgut weiter, so bleiben die Sorten in den Köpfen und den Gärten lebendig“.

www.stadt-tomaten.ch

Das Projekt Stadt-Tomaten wird unterstützt durch:
                            


                
Kontaktieren Sie uns

Nicole Egloff
Projektleiterin Kommunikation, Medienverantwortliche
Telefon +41 61 545 99 33
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